Die Geschichte
des Vereins

Die Anfänge

Es gehört in Krefeld zur Tradition, dass sich engagierte Bürger um die Belange des Gemeinwohls kümmern und Einfluss auf die öffentlichen Angelegenheiten nehmen. So bildeten sich in der Nachkriegszeit in den einzelnen Stadtteilen Bürgervereine, die sich zur "Arbeitsgemeinschaft Krefelder Bürgervereine" zusammenschlossen.

Ein Bürgerverein des Bismarckviertels entstand erst spät. Am 17. Januar des Jahres 1992 versammelten sich im Hause Roonstr.107 sieben Bürger und gründeten die "Bürgergesellschaft Bismarckplatz und Umgebung e.V.". Vorsitzender war Rechtsanwalt Dr. Franz Josef Peeters.

Zu seinem Zweck machte der Verein "die von Politik und Verwaltung unabhängige Förderung der Belange des Viertels. Dieser Zweck wird verwirklicht durch die Artikulierung des Bürgerwillens in der Öffentlichkeit."

Der Verein hatte1994 seinen höchsten Mitgliederstand erreicht: 37 Personen. Der anfängliche Elan, der vor allem der Neugestaltung des Bismarckplatzes galt, erlahmte im Laufe der nächsten Jahre, bis die Tätigkeit ganz zum Erliegen kam.

Die Wiederbelebung –
Das Jahr 2001


Auf Initiative von Frau Carla Kaiser und einigen engagierten Bürger wurde der Verein Anfang 2001 zu neuem Leben erweckt. Da der alte Vorstand zurückgetreten war, musste zunächst ein Notvorstand gewählt werden. An der Versammlung am 10. Januar 2001 im Restaurant Bismarck nehmen 13 stimmberechtigte Mitglieder und 18 interessierte Bürger teil; der alte Vorstand wird entlastet.

In den Notvorstand werden für drei Monate – einstimmig - gewählt: als Vorsitzende Frau Carla Kaiser; zu gleichberechtigten Stellvertreter Herr Gregor Kathstede und Herr Joachim Konow, zum Schatzmeister Herr Dr. Christian Fischer, zur Schriftführerin Frau Erika Jochum-Fischer.

Nach Eintragung ins Vereinsregister ist auch das Vereinsvermögen wieder verfügbar, die Bürgergesellschaft wieder handlungsfähig. Zitat aus der Antrittsrede der neuen Vereinsvorsitzenden: "Packen wir es an, denn nur gemeinsam können wir die große Aufgabe zu unserer Zufriedenheit lösen.“ Im März 2001 wird am Bismarckplatz zwischen der Bank und der Bäckerei ein Schaukasten des Vereins angebracht. Seine Aushänge finden lebhaftes Interesse.

Wahl des neuen Vorstandes

Am 25.April 2001 findet eine außerordentliche Mitgliederversammlung in der Aula des Moltkegymnasiums statt, um nun einen ordentlichen Vorstand zu wählen. Die anwesenden 12 Altmitglieder wählen:

Zur Vorsitzenden: Frau Carla Kaiser; zum Stellvertretenden Vorsitzenden: Herr Jörg Weißmann; zum Schatzmeister: Herr Gero Pescher und zum Schriftführer: Herr Achim Kesseler. Die Wahl aller Vorstandsmitglieder erfolgt einstimmig, ebenso die Genehmigung der neuen Satzung, die die Namensänderung des Vereins – in „Bürgergemeinschaft Bismarckviertel e.V.“ - enthält.

Nachdem nun ein ordentlicher Vorstand gewählt ist, können auch neue Mitglieder aufgenommen werden. 48 Anwärter werden als Mitglieder bestätigt. Bei der Aussprache liegt der Schwerpunkt auf der Neugestaltung des Bismarckplatzes. Verlauf und Erfolg des Treffens zeigen wie wichtig die Initiative zur Wiederbelebung der Bürgergemeinschaft ist.

Besichtigung des Bismarckplatzes

Eine erste von der Versammlung vorgesehene Aktion ist die Besichtigung des Bismarckplatzes gemeinsam mit Vertretern der Fachämter. Das Ergebnis dieser Besichtigung ist im Tätigkeitsbericht des Vorstands festgehalten:

"Das Grünflächenamt hat alle Sträucher, die den Radfahrern und Autofahrern die Sicht nahmen, radikal runter geschnitten …. Die eingezeichneten Fahrradwege auf den Fahrbahnen wurden um etliches verlängert, die Ampeln in ihrer Grünphase für Fußgänger ebenfalls. Mehrfach wurden die Autofahrer in den 30er Zonen mit dem Ortspolizuisten, Herrn Krause, kontrolliert...

Vor der Bank 24 ist der Bürgersteig neu verlegt worden, …Am Bismarckplatz sind zusätzliche Müllbehälter angebracht worden, es ist nun sichtbar sauberer. Die GSAK und das Grünflächenamt haben den Platz noch einmal gründlich gereinigt, auch da, wo Parkbänke stehen."

Begehungen des Viertels

Um einen Überblick über den Zustand des Bismarckviertels und die eventuell notwendigen Maßnahmen zu bekommen, werden Begehungen durchgeführt. Das Viertel wird hierzu in vier etwa gleich große Zonen eingeteilt.

Zu den Begehungen sind außer den interessierten Bewohnern auch Behördenvertreter eingeladen. Zu den besprochenen Themen gehören Verkehrsberuhigung des Vluynerplatzes, der Richard-Wagner-Straße und der Schubertstraße, Grundreinigung des Kinderbrunnens, Rückschnitt der Sträucher und Bepflanzung der Beete auf der Hohenzollernstraße. Auftragen eines Hinweispiktogramms vor dem Kindergarten auf der Hohenzollernstraße, Verkehrsberuhigung der Roonstraße, Reparatur der Gehwege auf der Friedrich-Ebert-Straße und der Fläche vor dem Hohen Haus, Pflege der Grünpflanzen auf den verschiedenen Plätzen.

Mit den an den Begehungen teilnehmenden Vertretern des Grünflächenamtes, der Denkmalpflege, des Tiefbauamtes, der Schutzpolizei und des Straßenverkehrsamtes wird in den meisten Fällen - vor allem was die Problematik Sicherung der Straßenüberwege und Pflege der Plätze betrifft - Einigung erzielt.

Mitgliederversammlungen 2001

In der Mitgliederversammlung am 24.10.2001. wird - neben der Wahl zweier neuer Kassenprüfer .- vor allem die neue – von unnötigen, antiquierten Formulierungen befreite - Satzung erläutert und einstimmig angenommen. Der Mitgliedsbeitrag wird von 30 DM auf 15,34 Euro umgestellt.

Der Neugestaltung des Bismarckplatzes ist die Mitgliederversammlung am 21.November 2001 gewidmet. Die anliegenden Geschäftsleute sprechen sich für die Beibehaltung der jetzigen Verkehrsführung aus. Dagegen wünschen einige Bürger eine gerechte Verteilung des Verkehrs auf die nördliche und südliche Straße des Platzes, andere schlagen eine Verkehrsführung in der Mitte des Platzes und Begrünung der Seitenflächen vor.

Die Versammlung hält fest:

  • Die Verkehrsführung soll so bleiben, wie sie ist.
  • Zur Friedrich-Ebertstr. soll der Platz wieder abgerundet werden.
  • Die Grünfläche soll vergrößert und neu gestaltet werden.
  • Nicht benötigte Verkehrsflächen wie die Bushaltestelle stadtauswärts, sowie Taxistände und überbreite Gehwege sollen beseitigt und begrünt werden.

Lösung diverser Probleme

Bürger beschweren sich über Busfahrer, die noch am Ende der Gelbphase die Ampel mit hoher Geschwindigkeit überfahren und damit den Fußgängerverkehr gefährden. Es gelingt, die betroffene Firma zu bewegen, ihre Fahrer zu ruhigerem Fahren zu veranlassen.

In vielen kleinen, vor allem von der Vorsitzenden initiierten Hilfs- und Klärungsaktionen werden Übelstände um den Bismarckplatz beseitigt Mit den beiden christlichen und der jüdischen Gemeinde wird Kontakt aufgenommen; man wird im Gespräch bleiben.

Das Finanzamt Krefeld erkennt die Gemeinnützigkeit des Vereins an, so dass nun Spendenbescheinigungen ausgestellt werden können.

Ende November wird mit der Aufstellung eines großer, mit Lichtern geschmückter Tannenbaum in der Mitte des Bismarckplatzes eine schöne Tradition begründet. Die Kosten hierfür werden durch Spenden von Mitgliedern und Geschäftsleuten gedeckt.

Am ersten September 2001 wird Frau Erika Mueller-Boenik als einhundertstes Mitglied mit einem Blumenstrauß begrüßt.

Das erste Jahr der wiederbelebten Bürgergemeinschaft ist zu Ende. Es brachte nach anfänglichen juristischen Schwierigkeiten die tatkräftige Umsetzung einer Fülle von Ideen. Die Zahl der Mitglieder des Vereins hat sich auf 141 Personen erhöht.

Das Jahr 2002


Der Schwung des ersten Jahres der Wiederbelebung setzt sich fort. Am Frühjahrsputz des Bismarckplatzes am 13. April beteiligen sich wieder viele Anwohner, so dass der Platz bald wieder ansehnlich war. Schillerplatz, Goetheplatz, Vluyner- und Moltkeplatz werden von Unrat befreit. In der Hauptversammlung am 5. März wird die neue Satzung einstimmig genehmigt.

Besondere Sorge gilt der Erhaltung der Fassade des Chem. Untersuchungsamtes. Sie bildet mit dem angrenzenden Ständehaus , das Denkmal-geschützt ist, eine Einheit.

In einer Mitgliederversammlung am 30. Oktober stellten die neue Eigentümer des Ständehauses, die Herren Hermes und Floehr, die Planung für die Sanierung des Ständehauses vor. Bei beiden Gebäuden werden die Belange des Denkmalschutzes gewahrt

Viel Zeit und Diplomatie kostet die Moderierung einer Nachbarschaftsauseinandersetzung um die Lärmentwicklung des Kindergartens besonders zur Mittagszeit. Mit viel Engagement gelingt es der Vorsitzenden, die streitenden Parteien zu mehreren Gesprächen am "Runden Tisch" - auch mit Vertreter der Stadt - zusammenzubringen. Es gelingt einen Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessen zustande zubringen. Die Kinder werden nunmehr nur noch in beaufsichtigten Gruppen im Garten spielen. Es ergibt sich ein Zustand, mit dem auch die gestressten Nachbarn leben können. Sie danken mit dem Beitritt zur Bürgergemeinschaft.

Der Vorstand geht dem Wunsch vieler Anlieger nach, für Nachpflanzung gefällter Bäume an den Alleestraßen zu sorgen. Ein Gespräch mit Herrn Visser vom Grünflächenamt bringt Klärung und Hilfe.

Der Vorstand bereitet die Anbringung von Hinweistafeln an historischen Gebäuden des Viertels vor.

Eine Sammelaktion für den Martinszug bringt Spendeneinnahmen von 418 Euro, die der Verein auf 500 Euro aufstockt.

Das Jahr 2003


Auf der Jahreshauptversammlung wurde als Vorstand gewählt: Carla Kaiser (Vorsitzende), Jörg Weismann (stellvertretender Vorsitzender), Dirk Peltzer (Schatzmeister).

Für das Jahr 2003 ist erstmals ein Bürgerfest geplant. Erste Vorbereitungen sind bereits angelaufen. Ein Festkomitee wurde gebildet. Im April steht wieder Frühjahrsputz auf allen Plätze an. Diese Aktionen wird von der GSAK unterstützt.

Die Bürgergemeinschaft beginnt sich um den Kinderbrunnen auf der Hohenzollernstraße zu kümmern. Das Denkmal und das Umfeld werden gründlich gesäubert, Sträucher werden geschnitten, ein großes Blumenbeet wird angelegt und es wird – auch Oberbürgermeister Pützhofen setzt sich ein – eine Beleuchtungsanlage installiert. Den Betrieb der Beleuchtungsanlage übernehmen die Stadtwerke. Am 15. April erstrahlt der Brunnen erstmals in neuem Licht.

Das erste Bürgerfest steigt am 24. Mai auf dem Moltkeplatz. Es wird ein großes Ereignis. Hervorragende Arbeit zahlreicher Mitglieder. Dazu kommen diverse Spenden und die logistische Unterstützung durch das Moltkegymnasium. Eine Kinderolympiade wird organisiert, eine Kinderballettgruppe tritt auf. Die Band Ulrich Pudelko sorgt für musikalische Unterhaltung. Auch schlechtes Wetter kann die rund 1.000 Besucher nicht schrecken.

Das Jahr 2004


Bis zum März ist die Zahl der Mitglieder auf 236 gewachsen.

Das Bismarckfest wird am 6. Juni mit großem Erfolg als Jazz-Frühschoppen auf dem Bismarckplatz veranstaltet.

Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 9. November 2004 wird als Logo der Bürgergemeinschaft eine Skizze des Bismarckdenkmals beschlossen, durch dessen Mitte der Schriftzug Bürgergemeinschaft Bismarckdenkmal e.V. führt.

Wieder mit einem festlich leuchtenden Tannenbaum beschließt der Bismarckplatz das Jahr.

Das Jahr 2005


Inzwischen ist der Verein und die Fülle der Aufgaben so gewachsen, dass eine Erweiterung des Vorstandes sinnvoll erscheint. In der Mitgliederversammlung am 15. März 2005 wird der Vorstand um vier Beisitzer erweitert.

Gewählt wurden:

  • Carla Kaiser, Vorsitzende
  • Götz Waninger, stellvertretender Vorsitzender
  • Wilhelm Nolte, Schatzmeister
  • Dorothea Kruzwicki, Schriftführerin
  • als Beisitzer: Sylvia Gehle, Inge Rau, Andreas Nonn, Bodo Stroux

Um zu demonstrieren, dass sich die Bürgergemeinschaft Bismarckviertel mit der Stadt Krefeld verbunden fühlt, wird eine Sammlung für die Wiederherstellung der Turmspitze auf der Dionysiuskirche veranstaltet. Am 15. März 2005 übergibt der Vorstand dem Oberbürgermeister Gregor Kathstede einen Scheck über 2500 Euro. Platz- und Brunnenreinigung sind inzwischen zur Tradition geworden; sie werden fortgeführt.

Nach vorbereitender Diskussion in der Mitgliedschaft werden vier Arbeitsgruppen gebildet:

  • AG „Neugestaltung des Bismarckplatzes“
  • AG „Internetauftritt der Bürgergemeinschaft“
  • AG „Geschichte des Bismarckviertels“
  • AG „Nachbarschaftshilfe und Seniorenfahrten“

Der Verein trägt - um einem behinderten Kind aus dem Viertel eine Delphintherapie zu ermöglichen - eine Spende von 800 Euro zusammen. Die an den Dolphin-Kids Verein in Bad Godesberg überwiesene Spende wird veruntreut; die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Vorstand bemüht sich um Rückgabe dieser Spende.

Nach langer Vorbereitungszeit sind an vier Gebäuden historische Hinweistafeln angebracht worden: Am Hohen Haus, am Ständehaus, am Kinderbrunnen und am Moltkegymnasium. Die Tafeln berichten von Bedeutung und Geschichte der Objekte.

Am 11.Juni findet wieder ein Sommerfest auf dem Bismarckplatz statt. Für musikalische Unterhaltung sorgt diesmal das Schulorchester des Moltkegymnasiums. Ein Kinderballett, eine Hipp-Hopp- und Break-Dance Group sowie ein Diskjockey erfreuen die Gäste. Viel Spaß bringt das eigene Kinderprogramm.

Das Jahr schließt wieder mit dem Aufrichten eines großen Tannenbaumes und dem Adventssingen auf dem Bismarckplatz.

Am Ende des Jahres 2005 hat der Verein 308 Mitglieder.

Das Jahr 2006


Die Aktivitäten der zurückliegenden Jahre werden mit großem Elan fortgeführt. Neue Projekte werden entwickelt. So werden auf Initiative des Vorstandes einige Bürgersteige behindertengerecht abgesenkt.

Das Sommerfest am 6. August auf dem Bismarckplatz erthält durch eine Ausstellung zur Geschichte des Platzes zusätzliche Attraktivität. Die Arbeitsgruppe Geschichte stellt auf (vom Moltkegymnasium zur Verfügung gestellten) Ausstellungswänden Entstehung, Zerstörung und mögliche Zukunft des Bismarckplatzes vor. Die Ausstellung findet großes Interesse und wird im Moltkegymnasium und – in Teilen – in der Bismarckschule noch einmal präsentiert.

Dank steigender Mitgliedschaft und zahlreicher Spenden ist es möglich, 10.000 Euro auf ein Sonderkonto für die Neugestaltung des Bismarckplatzes zu überweisen.

Die im Vorjahr gegründeten Arbeitsgruppen haben inzwischen ihre Arbeit aufgenommen. In der AG Geschichte arbeiten zehn Mitglieder mit. Neben der Ausstellung zur Geschichte des Bismarckplatzes geht es hier u.a. um die Vorbereitung von Führungen durch das Bismarckviertel und um die Erarbeitung von erklärenden Hinweistafeln an historischen Gebäuden.

Die AG Information: Internet beginnt mit der Arbeit für eine eigene Website der Bürgergemeinschaft: Die Themen sind zahlreich: Welche Inhalte, welche Gestaltung, Fragen der Abläufe, der Aktualisierung, natürlich der Kosten usw..Die Adresse ist reserviert: www.bg-bismarckviertel.de.

Der AG Nachbarschaftshilfe schließt sich ein gutes Dutzend von Mitgliedern an. In Gesprächsrunden wird ausgelotet, wie man Zugang zu unterstützungsbedürftigen Personen bekommt, wie sich die Arbeit (Vorlesen. Gesellschaft leisten, Hilfe bei Einkäufen, Behördengängen)organisieren lässt.

Im Zentrum der Arbeit der AG Neugestaltung des Bismarckplatzes steht Vorbereitung und Durchführung des über mehrere Tage gehenden Workshops zur Neugestaltung des Bismarckplatzes.

Das Jahr 2007


Auf der Jahreshauptversammlung am 28. Februar wird im wesentlichen der bisherige Vorstand wiedergewählt. Beisitzer Andreas Nonn kandidiert aus beruflichen Gründen nicht wieder, statt seiner wird Nicole Knöfler zur Beisitzerin gewählt.

Auch dieses Jahr wird durchzogen von einer Vielfalt nun schon traditioneller Aktivitäten, bis hin zur Reinigung des Kinderbrunnens und der Neubepflanzung der Beete.

Das Sommerfest am 12. August bringt viel Arbeit, ist aber wieder ein voller Erfolg. 43 Torten, 550 Würstchen und 8 große Salatschüsseln werden gespendet und füllen die Kasse.

Die Seniorenfahrt, sie führt nach Langst-Kierst in das Alte Fährhaus, findet großen Anklang.

Das zentrale Thema des Jahres ist die Neugestaltung des Bismarckplatzes. Die Beteiligung von Herbert Gaspard, Stadtplaner in Ruhe, an allen Aktivitäten der Arbeitsgruppe zur Neugestaltung erweist sich als äußerst hilfreich. Die Arbeit der AG findet ihren Niederschlag in einer Broschüre, in der die Wünsche und Ziele der Neugestaltung vorgestellt werden. Die Broschüre wird dem Oberbürgermeister, den Fraktionen in Stadtrat und Bezirksvertretung, der Verwaltung und der Presse überreicht; die folgenden Gespräche zeigen breite Sympathie für das Ziel der Neugestaltung. Der Planungsausschuss beauftragt die Verwaltung, eine Machbarkeitsstudie anzufertigen. Es soll geklärt werden, wie die Verkehrsführung neu gestaltet werden kann, welche unterirdischen Leitungen betroffen sind, wie sich die Neupflanzung von Bäumen auswirkt und dergleichen mehr. Nach Vorliegen der Studie sollen weitere Gespräche mit den zuständigen Stellen und eine Kostenschätzung erfolgen. Es werden Überlegungen zu einer großen Spenden- und Sponsorenaktion angestellt. Alle Beteiligten sind darin einig, aus der Neugestaltung des Bismarckplatzes kein Politikum zu machen.

Das Jahr schließt wieder mit der Errichtung eines Weihnachtsbaumes am Sockel des Bismarckdenkmals und dem stark besuchten Adventssingen.

Das Jahr 2008


Während der Jahreshauptversammlung am 2. April im Gemeindesaal der Franziskus-Kirche hält Herbert Gaspard einen Gastvortrag über Geschichte und Neugestaltung des Bismarckplatzes. Die Versammlung beschließt, wieder 10.000 Euro auf das Sonderkonto für den Bismarckplatz zu geben.

Die Zahl der Mitglieder ist auf 350 gestiegen.

An historischen Gebäuden des Viertels wird ein zweite Staffel von Hinweistafeln angebracht: Textilverbandshaus, Villa Merländer, Haus Leyental.

Die Seniorenfahrt zum Kloster Kamp ist schnell ausgebucht. Die AG Nachbarschaft überlegt, wie sie künftig dem großen Interesse gerecht werden kann.

Das Sommerfest - mit dem Moltkeorchester, mit der großen Vielfalt gespendeter Kuchen, mit den Ballettdarbietungen und vielem mehr, vor allem der Möglichkeit sich mit Nachbarn und Freunden zu treffen – zieht wieder hunderte von Bismarckviertlern, von Krefeldern auf den Bismarckplatz.

Das Jahr 2009


Auch in diesem Jahr wurden die zahlreichen traditionellen Aktivitäten fortgesetzt: Pflege des Kinderbrunnens, Sommerfest, Seniorenfahrt nach Schloss Dyk, Errichtung des Weihnachtsbaums auf dem Bismarckplatz, Adventssingen und andere. Es ist immer wieder erfreulich festzustellen, wie viele Mitglieder sich freiwillig einsetzen.

Der Vorstand setzt sich wiederholt für Belange der Bürger ein: Handhabung der Ganztagsbetreuung der Schüler der Bismarckschule, Plattenbelegung des Gehwegs Dürerstraße, Kennzeichnen von Halteverbotsplätzen vor der Deutschen Bank, und andere.

Neu ist der Einsatz für die Erhaltung der Scheuten‘schen Bibliothek, die mit ihrem Kernbestand im Moltkegymnasium Asyl gefunden hat. Die zum 'Teil aus dem 17. Jahrhundert stammenden Bücher sind überwiegend reparaturbedürftig . Die erheblichen Kosten hierfür sollen unter anderem durch Buchpatenschaften aufgebracht werden. Die Bemühungen der Bürgergemeinschaft um Gewinnung von Buchpaten waren erfolgreich.

Der Arbeitskreis Geschichte führte mehrere Rundgänge durch das Viertel durch, die immer sehr gut besucht waren. Das Interesse der Bürger an der Geschichte von Straßen und Gebäuden ist beachtlich.

In der Jahreshauptversammlung am 18.3.2010 wurde Herr Hans Otto Sallmann zum neuen Schatzmeister gewählt. Außerdem wurde die Satzung geändert. Betroffen sind die §§2, 4 und 8, die an geänderte Verhältnisse wegen der Größe des Vereins auf Vorschlag des Finanzamtes angeglichen werden mussten.

Zum Jahresende hatte der Verein 400 Mitglieder.

Das Jahr 2010


Zunächst die schon zur Tradition gewordenen Aktivitäten: 34 betagte Mitglieder genossen die Seniorenfahrt nach Gut Schirmau, Sommerfest und Adventssingen fanden wieder großen Zuspruch und waren auch finanziell ein Erfolg, sodass Spenden an Schulen vergeben werden konnten.

Auf der Dürerstraße mussten 17 kranke Bäume gefällt und dafür 20 neue gepflanzt werden. Die Bürgergemeinschaft unterstützte die Neupflanzung durch eine Spendenaktion. Und eigene Spende.

Der Verein Jentges‘scher Grundbesitz übertrug der Bürgergemeinschaft das Eigentum an zwei kleinen Restgrundstücken auf der Hohenzollernstraße und auf Kaiserstraße, Höhe Friedrich-Ebert-Straße. Auf diese wertlosen Grundstücke ist eine Grunddienstbarkeit eingetragen, die besagt, dass auf den aufgeführten Grundstücken des ehemaligen Jentges‘schen Grundbesitzes kein Gewerbebetrieb angesiedelt werden darf, der die Nachbarschaft stört. Auf diese Weise hat die Bürgergemeinschaft in Zukunft Einfluss auf die Gestaltung des Bismarckviertels.

Der Einsatz für die Erhaltung der wertvollen Scheuten‘schen Bibliothek durch Werbung von Buchpaten wurde fortgesetzt.

Die Satzung wurde in der Beitragsstruktur geändert: juristische Personen haben eine Stimme und zahlen den selben Beitrag wie Partnerschaften.

Am Jahresende hatte der Verein 442 Mitglieder.

Das Jahr 2011


In diesem Jahr bestand die neue Bürgergemeinschaft 10 Jahre.

Die Mitgliederversammlung am 17. März 2011 fand deshalb in festlichen Rahmen im Haus Leyental statt. Aus Anlass des Jubiläums wurden an die Bismarckgrundschule, den Kinderschutzbund und das Gymnasium am Moltkeplatz Spenden übergeben. Drei interessante Vorträge – zu den historischen Grünanlagen des Viertels, zur Geschichte des Vereins und zum Haus Leyental und seiner Geschichte - folgten, anschließend wurde mit einem Glas Sekt auf das zehnjährige Bestehen angestoßen.

Viele kleine Aktivitäten sind auch für dieses Jahr zu berichten, die in 13 Vorstandssitzungen vorbereitet und dann umgesetzt wurden:

Den Anwohnern der Fritz-Huhnen-Straße wurde zu einem gepflasterten Weg zum Befördern ihrer Mülltonnen zur Straße verholfen. Im Mai wurde erneut eine Führung durch die historische Scheuten‘sche Bibliothek im Moltke Gymnasium organisiert. Auf der Brahmsstraße wurden verstärkte polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen veranlasst.

Um Planungsdaten für die Neugestaltung des Bismarckplatzes und der Bushaltestelle dort zu bekommen, wurden an zwei Tagen 289 Personen, die den Bus benutzt hatten, nach dem Grund für ihre Busfahrt befragt. Ergebnis: 102 Personen wollten zu einem Arztbesuch, 95 wohnten hier, 46 arbeiteten hier, 40 gehen zur Schule und 6 wollten einkaufen. (Wirkliche Gründe, die Bushaltestelle an der derzeitigen Stelle zu lassen, ergaben sich nicht.)

In der Dürerstraße, der Crousstraße und der Roonstraße mussten aus Sicherheitsgründen kranke Bäume gefällt werden. Die Bürgergemeinschaft warb für die finanzielle Beteiligung der Anwohner an der Neubepflanzung und spendete selbst 1.000,- € je Straße.

Das Sommerfest auf dem Bismarckplatz, die Aufstellung eines großen Tannenbaumes und das Adventssingen fanden wie gewohnt mit lebhafter Beteiligung der Bürger statt.

Der Verein hatte am Jahresende 480 Mitglieder.