Willkommen
im Bismarckviertel

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Wir stellen uns vor.

Die Bürgergemeinschaft Bismarckviertel e.V. entstand im Jahre 2001. Seinen Zweck sieht der Verein in der Förderung der Belange der Bismarckviertler, in der Artikulation des Bürgerwillens in der Öffentlichkeit.

 



Lichterglanz

Auch in diesem Jahr soll der traditionelle, weihnachtliche Blickfang am Bismarckplatz nicht fehlen: Am 30. November, pünktlich zum ersten Advent, schmückten einige MItglieder den bereits gelieferten Tannenbaum mit Lichterketten - tatkräftig untersützt von einem kompetenten Helfer auf einer Hebebühne.




 


Mitsingen erwünscht

Die vorweihnachtliche Zeit rückt näher... Die Bürgergemeinschaft lädt alle Mitglieder, Freunde und Anwohner hiermit herzlich zum traditionellen Adventssingen am Montag ,10.12.2018, um 17.30 Uhr ein. Gemeinsam mit einem Chor wollen wir uns dabei wieder auf den Advent einstimmen.

Das Singen wird um 17.30 Uhr beginnen und wie in jedem Jahr können Sie sich auf Glühwein, Kinderpunsch und Adventsgebäck freuen. Mitsingen ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht.



 


Ein Bilderbuch-Sommerfest

Bei herrlichem Sommerwetter feierten am 8. Juli hunderte Bewohner des Bismarckviertels mit Nachbarn und Freunden in der wunderschönen Umgebung des Bismarckplatzes ihr Sommerfest, zu dem, wie in jedem Jahr, die Bürgergemeinschaft Bismarckviertel eingeladen hatte. Ein Gast mit bekanntem Namen hatte es sich nicht nehmen lassen, aus dem fernen Schwarzwald in sein altes Viertel zurückzukommen.

Bei einem von Discjockey Detlev Weniger gut zusammengestellten musikalischen Rahmenprogramm entwickelte sich bald ein heiterer Mix aus Biergarten und gepflegter Garden Party. Neben einem breiten Getränkeangebot und Grillwürstchen gab es die leckersten Kuchen und Salate zahlreicher Spenderinnen. Unübertrefflich, besser geht es nicht.

Zu danken ist auch den Geschäftsinhabern des Viertels, die mit Blumenschmuck und Nahrhaftem die Party bestens versorgt haben. Als dann am fortgeschrittenen Abend Schluss sein musste, saßen noch etliche Gäste beisammen, die eigentlich keine Lust hatten, nach Hause zu gehen.

 


Max Heydweiller und der Gardasee

Max Heydweiller, „Vater“ des Bismarckviertels, war 1855 als Sohn von Valentin Heydweiller und dessen Ehefrau Jenny, geb. von der Leyen, zur Welt gekommen. Zunächst Mitinhaber der führenden Samt- und Seidenfabrik Gustav Jakobiny, übernahm er 1880 - nach seiner Heirat mit Lilli Jentges - auch die Leitung der Jentges´schen Grundbesitz GmbH und wurde damit zum maßgeblichen stadtplanerischen Entwickler des Bismarckviertels.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es bei den Persönlichkeiten ersten Ranges Mode, sich eine eigene Villa am Gardasee errichten zu lassen. Auch Heydweiller ließ sich im Jahre 1900 in Gardone Riviera ein prachtvolles Domizil bauen. Das "Villa Garda" genannte Haus entwickelte sich bald zu einem der beliebtesten Ziele der Aristokratie und des Bürgertums aus Italien. Häufiger Gast des "Heydweiller-Salons" war der deutsche Dichter und Literatur-Nobelpreisträger Paul Heyse, auch Thomas Mann war dort. Im Glanze von Gabriele D' Annunzio errang Gardone Riviera Weltruhm. Die Villa wurde zu einem "Albergo" umgebaut, das heute als "Villa del Sogno" den Ruf eines einzigartig schönen Hotels, reich an Glanz und Geschichte, besitzt.

 


Verschönerung der Grünanlagen

Am 2. Mai 2018 kamen die beiden Vorsitzenden der Bürgergemeinschaft, Stefan Lebens und Klaus Egert, mit zwei Vertretern des Grünflächenamtes, Manfred Zimmermann und Stefan Hübertz, zusammen, um vor Ort Möglichkeiten zur Verschönerung der Grünanlagen im nördlichen Bereich des Viertels zu besprechen. Angedacht ist zunächst, dem Moerser Platz durch eine abendliche Illuminierung der beiden zentralen Platanen ein urbaneres, freundliches Gepräge zu verleihen. Überdies wurde die Anlage eines Gehweges auf dem mittleren Grünstreifen der Bismarckstraße erörtert. Hier gibt es verschiedene Varianten.

Sobald entsprechende Kostenaufstellungen der Stadt vorliegen, wird sich der Vorstand der Bürgergemeinschaft nach interner Abstimmung um eine zügige Umsetzung der Projekte bemühen.

 


Neues von der Mitgliederversammlung

Den Auftakt zu der Mitgliederverammlung vom 28.03.2018 bildete ein Vortrag der Referentin Christiane Lange zur Thematik des Bauhausjubiläums 2019, über den bereits gesondert berichtet wurde.

Im Anschluss legte der Vorsitzende der Bürgergemeinschaft, Stefan Lebens, den Jahrestätigkeitsbericht des Vorstandes vor: Durch Spendenmittel hat die Bürgergemeinschaft die Stolpersteinaktion, das St. Martinsbrauchtum im Viertel, Spielgeräte für Kinder bzw. Schüler und das Beleuchtungsvorhaben am Moltke-Portal gefördert. Ebenso wurden Sommerfest, Seniorenfahrt, Adventssingen sowie das Angebot des Seniorenkaffees und die Aufstellung des Weihnachtsbaumes in bewährter Weise fortgeführt.

Als aktuelle Themen der Vorstandsarbeit nannte Lebens unter anderem die Überwachung der Wiederaufbereitung der Grünanlagen in der Hohenzollernstraße. Überdies habe die Stadt – so der Vorsitzende –sich zwischenzeitlich in die Bemühungen um eine Belebung des Einzelhandels am Bismarckplatz eingeschaltet. Nach einem Zeitungsartikel sei die FDP-Fraktion auf den Vorstand zugekommen, um gemeinsam darauf hinzuwirken, die Vorgaben und Intentionen des Jentges’schen Grundbesitzes baurechtlich absichern zu lassen. Auch stehe nunmehr ein Vor-Ort-Termin mit dem Leiter des Grünflächenamtes, Thomas Visser, an, um Ansatzpunkte zur Verschönerung des Moerser Platzes zu erarbeiten.

Schatzmeister Hans-Otto Sallmann erstattete Bericht über die finanzielle Situation der Bürgergemeinschaft. Er teilte mit, dass der Vorstand im laufenden Geschäftsjahr für sein bürgerschaftliches Engagement über ein Budget in Höhe von zirka 10.000,00 € verfügen kann.

Als weitere Beisitzer in den Vorstand gewählt wurden die Mitglieder Jessica Kruzwicki und Sebastian Slebioda.

 


Krefeld und das Bauhaus

Aus Anlass der diesjährigen Mitgliederversammlung am 28. März konnte der Vorstand unser Mitglied, Frau Christiane Lange M.A., dazu gewinnen, über das Thema „Bauhaus in Krefeld – Ausstellungsprojekt zum Bauhaus-Jubiläum 2019“ zu referieren. Ansetzend bei den Anfängen des Bauhauses in Weimar ging Lange ein auf die Abschnitte in Dessau und Berlin, um im Anschluss die vielfältigen Nachwirkungen auszuleuchten. Stets dabei im Blick: die Bezüge zu Krefeld. Sie wies auf, dass es wesentlich einige Seidenindustrielle aus dem Umfeld des Bismarckviertels waren, die aufgrund ihrer Aufgeschlossenheit gegenüber Kunst und moderner Architektur zu der Manifestierung des Bauhauses in Krefeld beigetragen hatten.

2019 jährt sich die Gründung des Bauhauses zum hundertsten Mal. Dieses Jubiläum wird in allen Bundesländern als nationales Kulturereignis vom Bauhaus-Verbund mit zahlreichen Aktionen gefeiert und von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Das Forschungs-, Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt für Nordrhein-Westfalen realisiert der Verein Projekt MIK e.V., deren Vorsitzende Lange ist. In Krefeld soll unter anderem ein ›Pavillon‹ des Düsseldorfer Künstlers Thomas Schütte im Kaiserpark über das Bauhaus informieren.

Die knapp 50 Anwesenden dankten der Referentin mit einem langen Applaus für den so inhaltsvollen und zugleich unterhaltsamen Vortrag, blicken dem Jubiläumsjahr nunmehr mit Spannung entgegen.

 


Singen im Schnee

Trotz winterlicher Erschwernisse konnte das Adventssingen der Bürgergemeinschaft auch in diesem Jahr planungsgemäß stattfinden. Immerhin lag diesmal Schnee, was besonders die Kinder erfreute.

Mit ihrem gut einstudierten und ausgewählten Liedvortrag trugen die Schüler der Bismarckschule dazu bei, dass alle Anwesenden in eine vorweihnachtliche Stimmung hineinfinden konnten. Im Anschluss ließen Besucher und Protagonisten den Adventsbrauch bei Glühwein und Plätzchen ausklingen. Den fleißigen Plätzchenbäckerinnen und dem großzügigen Spender des Christstollens an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

 


Seniorenausflug Ende Oktober

29 Ausflugsteilnehmer nahmen am 24. Oktober an der diesjährigen Fahrt für die ältere Generation teil, die in die Ruhrgebietsmetropole Essen führte. Dort stand zunächst eine knapp einstündige, geführte Besichtigung der vormaligen Reichsabtei Kloster Werden an. Es blieb auch Zeit für einen Gang durch die eindrucksvolle romanisch-gotische Basilika. Viel Anklang fand ebenso der anschließende, geselligeTeil in den Südtiroler Stuben, wunderschön unmittelbar am Baldeneysee gelegen.

Die Fahrt wurde in großzüger und dankenswerter Weise durch eine Spenderin unterstützt, die nicht genannt werden möchte. Hierdurch fielen für die Beteiligten keine Gebühren an. Der Vorstand fühlt sich ermutigt, im Folgejahr wieder eine vergleichbare Tour zu organisieren.

 


Verborgene Schätze II

In unserem zweiten Kurzbeitrag zu Kunstgegenständen in und aus dem Bismarckviertel geht es um Sakralkunst: Noch bis vor einem Jahr befanden sich in der vormaligen St. Franziskus-Kirche etliche Kunstgegenstände von Rang, die nach der Umwidmung zu einer russisch-orthodoxen Kirche, mit dem Namen St. Barbara, entnommen wurden und in der Pfarrgemeinde Heilig Geist verblieben.

Darunter ein kostbarer Tabernakel und ein Osterleuchter sowie ein mit Schmucksteinen (Gemmen) besetztes Altarkreuz des Kölner Bildhauers und Gold- und Silberschmiedes Hein Wimmer (1902-1986), der von 1949 bis 1967 an der Werkkunstschule in Krefeld tätig war.

Alle drei Kunstwerke konnten kürzlich in einer Ausstellung des Vereins „Kunst und Krefeld e.V.“ in der Alten Post, Steinstraße 5, in Krefeld betrachtet werden. Deren weitere Verwendung ist noch nicht geklärt, aber Kreuz und Osterleuchter sollen vermutlich in Sankt Elisabeth verbleiben.

 


Neue Stolpersteine im Viertel

Nach den Vorbereitungen durch das Tiefbauamt können im Bismarckviertel am 8. Mai fünf weitere Stolpersteine verlegt werden - alle auf der Hohenzollernstraße.

Auf der Nr. 24 wird ein Stolperstein für den Arzt, Herrn Dr. Ernst Ascher, verlegt, den die Familie Mühlenberg gestiftet hat. Ascher wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Zwei weitere - von der Bürgergemeinschaft gespendete - Steine erinnern an Leopold und Rosa Spanier, die auf der Hohenzollernstr. 46 (Foto) gewohnt hatten. Das Ehepaar fand nach seiner Flucht vor den Nazis in die Niederlande 1943 in Sobibor den Tod. Auch vor dem Hause Hohenzollernstr. 79 werden zwei Steine verlegt. Sie erinnern an den Krawattenfabrikanten Rudolf Müller und seine Ehefrau Sophie, beide ebenfalls 1943 in Sobibor ermordet. Diese Steine stiftete Frau Dr. Claudia Flümann.

Die Verlegung findet in Anwesenheit einer Vertreterin des Vorstandes der Villa Merländer e.V., unseres Vorsitzenden Stefan Lebens sowie des Kölner Künstlers und Initiators der Stolpersteine-Aktion Gunter Demnig statt. Ein Gedenkrundgang wird zu einem späteren Zeitpunkt von Frau Dr. Ingrid Schupetta angeboten werden.

 


Unser 24 Stunden-Briefkasten

Der Vorstand möchte alle Mitglieder und Freunde der Bürgergemeinschaft darauf aufmerksam machen, dass der Verein seit kurzem unter "info@bg-bismarckviertel.de" auch über eine eigene E-Mail verfügt. Internetnutzer, die schnell und bequem ein Anliegen oder eine Anregung an den Vorstand weiterleiten möchten, können diese neue Adresse nutzen.

Selbstverständlich genießt die persönlichere Variante per Briefpost oder Telefon nach wie vor den Vorzug. Unter der Rubrik "Kontakt" finden Sie die neue Postanschrift und die neuen Telefonnummern. In diesem Sinne gerne auf bald...

 


Stabwechsel im Vorstand

70 anwesende Mitglieder der Bürgergemeinschaft Bismarckviertel haben am Mittwoch, den 15. März 2017, einen neuen Vorstand gewählt: Neuer Vorsitzender ist Stefan Lebens, sein Stellvertreter Klaus Egert löst Tina Eberstein ab. Die beiden gebürtigen Krefelder hatten sich bereits etliche Jahre in der Bürgergemeinschaft engagiert. Schatzmeister Hans Otto Sallmann und Beisitzerin Simone Roemer wurden im Amt bestätigt. Als Schriftführerin löst Johanna Eberstein ihre Vorgängerin Marlies Schuhmacher ab. Anstelle der bisherigen Beisitzer Elmar Schnöckelborg, Bodo Stroux und Peter Schings fungieren nunmehr Sabine Reyscher und Volker Dangeleit.

In einer geschliffenen Laudatio würdigte Rechtsanwalt Dr. Klaus Schacht die Verdienste von Carla Kaiser, die mit vorbildlichem bürgerschaftlichem Einsatz 16 Jahre lang die Geschicke der Bürgergemeinschaft geführt und sich als Urheberin der erfolgreichen Neugestaltung des Bismarckplatzes bleibende Verdienste erworben habe. Nachfolger Stefan Lebens sicherte zu, dass bewährte Projekte - wie Sommerfest, Adventssingen, Weihnachtsbaum und Seniorenausflug - beibehalten werden sollten, deutete aber auch neue Arbeitsschwerpunkte an.

 


Neues Spielvergnügen

Die Kinder im südlichen Bismarckviertel dürfen sich freuen: Dank der Initiative der Bürgergemeinschaft und ihrer Vorsitzenden Carla Kaiser bietet der Spielplatz an der Fritz-Huhnen-Straße seit kurzem wieder einer gepflegten Anblick. Die Stadt hat den Zaun der Anlage repariert und inzwischen wurde auch eine von Zuwendungen an die Bürgergemeinschaft finanzierte nagelneue Tischtennisplatte aufgestellt.

Der kleine, schattige Spielplatz an der Fritz-Huhnen-Straße ist einer von zwei öffentlich ausgewiesenen Spielplätzen im Bismarckviertel. Als weitere Spielfläche dient die Grünzone am Vluyner Platz.

 


Der letzte Schliff...

Mit der Neuanlage des Parkweges und des Müllcontainer-Stellplatzes auf der Westseite des Bismarckplatzes wird die groß angelegte Neugestaltung in Kürze vollständig abgeschlossen sein. Nach mehrjähriger Vorplanung hatten die Umgestaltungsarbeiten im Juni 2014 begonnen. Bereits im April des Folgejahres konnte der mit Bürgerspenden erneuerte Platz der Öffentlichkeit übergeben werden.

Nicht zuletzt die Vorsitzende, Carla Kaiser, freut sich sehr darüber, dass nunmehr - wenige Wochen, bevor ein neuer Vorsitzender das Ruder übernehmen soll - auch die letzten, noch ausstehenden Arbeiten zum Abschluss gelangen.

 


Verborgene Schätze I

In loser Folge möchte die Bürgergemeinschaft den Blick auf eher verborgene Kunstgegenstände des Viertels lenken. Beginnen wollen wir mit dem Steinrelief "Der gute Hirte" des Bildhauers Alfred Sabisch (1905-1986), das sich an einer Wand am Ende des Erdgeschoss-Traktes im Altbau der Grundschule Bismarckstraße befindet.

Der aus Deuben in Sachsen stammende Künstler ließ sich bereits 1937 in Kalkar nieder. Sein Werk als Bildhauer und Maler umfasst rund 200 Skulpturen sowie zahlreiche Bilder. Er war Mitglied der Krefelder Künstlergruppe 1945 und unterhielt Verbindungen zu dem Expressionisten Heinrich Nauen.

 


Christo im Bismarckviertel?

Einen überraschenden Anblick bot der Kinderbrunnen am 23. September: Die Brunnenwand war komplett und fachmännisch von dunkler Kunststofffolie umhüllt, nur der dickbackige Faunus mit seinem entleerten Blick an der Rückwand des Beckens noch sichtbar. Viele Passanten wussten nicht, was sie davon halten sollten.

In jedem Fall ist es dem offenbar von Christo und Jeanne-Claude inspirierten Urheber gelungen, das vertraute Objekt durch Verhüllung auf völlig neue Weise wahrnehmbar zu machen. Ganz im Sinne des weltberühmten Künstler-Ehepaars...

 



Nachlese zum Seniorenausflug

Herrliches Sommerwetter trug dazu bei, dass die Seniorenfahrt nach Kevelaer rundum gelungen war. Nach einer angenehmen Anreise hatten die gut gelaunten Ausflügler ausführlich Gelegenheit, an den Pilgerstätten zu verweilen, sich bei Andacht und Kerzenlicht zu besinnen und von alter und neuer christlicher Kunst inspirieren zu lassen. Einen besonderen Eindruck hinterließen die modernen Kirchenfenster in der Antoniuskapelle.

Bei der anschließenden Kaffeetafel entwickelte sich ein herzliches Miteinander aller Teilnahmer, die bei dieser Gelegenheit auch den avisierten neuen Vorsitzenden, Stefan Lebens, kennen lernen konnten.

 

St. Barbara

Neu im Viertel:
Die russisch-orthodoxe Gemeinde

Die russisch-orthodoxe Kirchengemeinde der Heiligen Großmärtyrerin Barbara hat im Juni die katholische Kirche St. Franziskus an der Wielandstraße gekauft. Zur letzteren hatte die Bürgervereinigung stets eine gute Verbindung und im dortigen Pfarrsaal etliche Mitgliederversammlungen abhalten können. Inzwischen hat unsere Vorsitzende Carla Kaiser auch den Konktakt zur orthodoxen Gemeinde gesucht und ein erstes Gespräch mit dem Gemeindevorsteher, Priester Alexej Veselov, geführt. Das Gespräch, so Carla Kaiser, wäre angenehm verlaufen und Priester Alexej hätte an den Aktivitäten des Bürgervereins reges Interesse gezeigt.

Der in den Jahren 1959/60 nach Plänen des Architekten Stefan Leuer (Köln) errichtete Kirchenbau an der Wielandstraße besticht durch seine Form als Zentralbau mit einem gleichseitigen Kreuz im Grundriss. Diese Architektur ist typisch für viele Kirchengebäude in orthodoxen Ländern.

 

Wildblumenwiese

Von-Beckerath-Platz

Bewaffnet mit Arbeitshandschuhen, Spaten und Heckenschere trafen sich am 23. Juni vier freiwillige Helfer der Bürgervereinigung Bismarckviertel mit Herrn Pasch vom Grünflächenamt, um die Wildblumenwiese am Von-Beckerath-Platz von störendem Unkraut zu befreien. Der Einsatz lohnte sich: Nach knapp zwei Stunden schweißtreibender Arbeit bei hochsommerlicher Witterung haben Anwohner und Passanten nunmehr wieder einen freien und ungetrübten Blick auf die vielfältige Blumenpracht.

 


Kulturelles Erbe

Die Bürgergemeinschaft hat die Restaurierung der Scheuten'schen Bibliothek mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro unterstützt und eine Buchpatenschaft für die fünfbändige Übersetzung der Naturgeschichte von Georges-Louis Leclerc de Buffon übernommen. Das illustrierte Werk wurde in den Jahren 1772 bis 1791 bei Joachim Pauli in Berlin verlegt. Die Scheuten'sche Bibliothek umfasst zirka 6.000 wertvolle historische Bände und befindet sich im Gymnasium am Moltkeplatz. Seit Jahren bemüht sich die Schule unter Federführung von Manfred Wüst um eine Zusammenführung der verstreuten Bestände.

Die Bibliothek geht zurück auf den angesehenen Kaufmann und frommen Mennoniten Adam Wilhelm Scheuten (1753-1801). Er vermachte der Stadt Krefeld 15.000 Reichstaler sowie eine beachtliche Büchersammlung und verfügte, dass mit der Geldsumme eine Schule errichtet werden sollte. Die daraufhin 1819 gegründete und zunächst von der reformierten Gemeinde verwaltete Lateinschule wurde 1860 eine städtische Realschule, dann Realgymnasium und bezog 1915 das von August Biebricher errichtete, imposante Schulgebäude am Moltkeplatz.

 


Mahnen und Erinnern

Ein von der Bürgergemeinschaft gestifteter Stolperstein vor dem Hause Bogenstraße 73 erinnert an das Schicksal des jüdischen Bewohners Edgar Goldstein. Die drei oberen Messingtafeln erinnern an Mitglieder seiner Familie: seine Eltern Erna und Alfred Goldstein sowie der mütterliche Onkel Friedrich-Josef Wihl.

Bereits 1935 brachte Alfred Goldstein sich über die Grenze in die Niederlande in Sicherheit. Frau und Sohn folgten ihm. Durch die Besatzung der Niederlande geriet die Familie abermals in Reichweite der Nationalsozialisten. Alfred Goldstein wurde 1944 in Westerbork interniert, nach Bergen-Belsen deportiert und dort am 24. Dezember ermordet. Erna Goldstein gelang es, unterzutauchen und durch die Hilfe vieler Niederländer zu überleben. Was mit Sohn Edgar geschah, ist unbekannt.

Friedrich-Josef Wihl gehörte zu den ersten Juden, die aus Krefeld deportiert wurden. Er wurde am 8. Mai 1942 in Kulmhof (Chelmno) vergast.

 


Stadtlichter...

Zu den Verschönerungen am Bismarckplatz gehört auch ein Element, das sich dem Besucher erst in den Abenstunden erschließt: Die imposante amerikanische Roteiche neben dem Pferdchenbrunnen wird seit einiger Zeit durch einen Lichstrahler geschickt in Szene gesetzt.

Jeden Tag verleiht das Naturdenkmal dem Platz bis 23 Uhr durch die vorgenommene Installation nunmehr eine freundliche und urbane Atmosphäre.